Das Auge – Die Kraft des Sehens

Für viele Menschen gilt das Auge als das wichtigste Sinnesorgan, was der Mensch besitzt. Trotzdem darf man natürlich die Wertigkeit der anderen Sinnesorgane dadurch nicht abschwächen. Doch wie viele Eindrücke dieser Welt würden uns ohne die Sehkraft verborgen bleiben? Allein die Tatsache wie viele Situationen wir nur aufgrund der Optik entscheiden, bestärkt die Ansicht vieler Menschen, was die Wertigkeit des Sehens betrifft. Dabei stellt sich die Frage, ab wann sehen wir überhaupt richtig? Sehen wir die Welt wirklich wie sie ist oder spielt uns das Auge einen Streich?

Das menschliche Auge – Sein und nicht sein

Prinzipiell muss man erst einmal das menschliche Auge von anderen Augen, wie beispielsweise von Katzen oder anderen Lebewesen unterscheiden. Denn die Wahrnehmung im Vergleich ist hier komplett anders. Aus diesem Grund spricht man auch stets vom menschlichen Auge und nicht vom Auge im Allgemeinen. Viele Menschen gehen davon aus, dass eine Person die über gute Sehkraft verfügt jedes Objekt, jeden Moment optisch erfassen kann. Dabei stellen wir jedoch immer wieder fest, dass man das menschliche Auge sehr schnell täuschen kann. In solchen Fällen sprechen wir von optischer Täuschung. Doch wie kann dies überhaupt sein, wenn der Mensch über eine gute Sehkraft verfügt? Der Knackpunkt liegt hierbei in der Verarbeitung der einzelnen Reize, die über das Auge wahrgenommen werden. In einigen Fällen ist die Reizüberflutung so groß das unser Gehirn anfängt falsche Schlüsse daraus zu ziehen. Dadurch kann es zu Wahrnehmungen kommen, die überhaupt nicht vorhanden sind. Bei Farben beispielsweise oder schnellen Bewegungen treten diese Ereignisse besonders häufig auf. Dies kann jedoch nicht auf die Sehkraft oder auf das menschliche Auge zurückgeführt werden. Das menschliche Auge fungiert hier nur als Aufnahmeinstrument, welches Informationen weiterleitet. Somit könnte man auch sagen, dass der Begriff optische Täuschung gar nicht so zutreffend ist. Denn das Auge wird in diesem Falle nicht getäuscht, sondern nur das Gehirn.

Das Auge – Ein Werkzeug unseres Körpers

Das Auge ist neben unserer koordinierten Bewegungsfähigkeit eines der wichtigsten Instrumente, die im menschlichen Körper vorkommen. Dies bezieht sich jedoch nur auf unseren Alltag, nicht auf die Tatsache des Überlebens. Das heißt, um den Körper am Leben zu halten, werden natürlich andere Organe deutlich mehr benötigt als das Auge. Im Alltag hingegen ist der Verzicht auf die Sehkraft eine echte Einschränkung für den Menschen. Gerade über das optische Erkennen von Situationen entscheiden wir, welche Handlung wir vornehmen bzw. vornehmen werden. Somit ermöglicht uns das Auge eine deutlich schnellere Handlungsbereitschaft. Andere Sinnesorgane werden in der Regel nur zur zusätzlichen Absicherung genutzt. Ein einfaches Beispiel hierfür ist das Überqueren einer Straße. Natürlich hören wir als Mensch auch auf die Geräusche, die in unserem näheren Umfeld sind. Dennoch gucken wir grundsätzlich auch in beide Richtungen bevor wir eine Straße überqueren. Dies liegt nicht daran, dass wir anderen Sinnesorganen nicht vertrauen, sondern viel mehr in der Tatsache, dass wir dem Auge einen höheren Stellenwert zurechnen. Wir verlassen uns als Menschen stets darauf was wir sehen, nicht was wir beispielsweise hören. Mit dem Gehör schätzen wir in der Regel eine Situation grob ein. Mit dem Auge vergewissern wir uns und entscheiden dann über die weitere Handlung. Somit gilt das Auge als das wohl wichtigste Sinnesorgan, welches wir als „Hilfsmittel“ für unseren Alltag nutzen.

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